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#16 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von Janni 25.12.2010 17:43

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Meiner Meinung nach deine beiden schönsten Gedichte :) Weißt ja, dass sie mir sehr gefallen.

Hab auch ein Neues:

Im Traum gesehn

Ich hab dich oft im Traum gesehen.
Sah mich an deiner Seite gehen.
Und hab so oft an dich gedacht,
Wenn ich wach lag in der Nacht.

Es ist so schön verliebt zu sein,
Doch trotzdem fühl ich mich allein.
Ich würd es dir so gern sagen,
Doch ich kann es noch nicht wagen.

Denn meine Angst ist viel zu groß,
Sie lässt mich einfach nicht mehr los.
Die Angst davor wieder zu fallen,
Ist beinah die größte von allen.

Der Gedanke an dich lässt mich nicht los.
Ist meine Liebe denn so groß?
Wüsst so gern was du von mir denkst,
Ob du dein Herz an mich verschenkst.

Hast du mich je im Traum gesehen?
Sahst mich an deiner Seite gehen?
Und hast du je an mich gedacht,
Wenn du wach lagst in der Nacht?

#17 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 26.12.2010 19:25

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Na, die "Sehnsucht des Nordländers" ist meine Antwort auf dein "In meinen Träumen" und der "Bardenblues" ist die Antwort auf deine "Heimliche Liebe". Du siehst also, ohne meine Muse Jannika würde es beide Sachen nicht geben. Von daher bin ich froh das sie dir gefallen.
Auch sehr schön, das Neue. Werde da auch versuchen zu antworten, vorerst aber etwas älteres was bissl passt.
Keine Selbstzweifel und Angst in der Liebe kennen unseren pelzigen Freunde. In diesen etwas älteren Versen, hatte ich versucht dies einzufangen.

Katzenleben

Hoch auf dem Dach im Mondenschein
Ein schwarzer Kater ganz allein
Die Sehnsucht brennt in seiner Brust
Er schreit und mauzt aus tiefer Lust

Nicht weit entfernt im Apfelbaum
Die weiße Katze, ist sein Traum
Bevor sich aber mit ihr messen
Wäre es gut sich satt zu fressen

Unterm Dachfirst tief und fest
Ein Sperling schläft in seinem Nest
Schnell greift ihn die flinke Tatze
Es folgt zufriedenes Geschmatze

Des Magens ausgehungert Knurren
Gewandelt in zufrieden Schnurren
Satt zieht sich wieder all sein Sinn
Zum Apfelbaum, zur Katze hin

Schnell und leise wie ein Jäger
Schnürt übers Dach der Straßenfeger
Ein kühner Sprung zum Ast am Baum
Jetzt ist er nahe seinem Traum

Zunächst ist spröde noch die Katze
Scharfe Krallen ragen aus der Tatze
Macht bedrohlich ihren Buckel rund
Wildes Fauchen mit dem Mund

Da kommt mit 'nem geschlitzten Ohr
Aus der Hecke Nachbars Fritz hervor
Es blitzen auf die scharfen Krallen
Bis dass der Schwarze ist gefallen

Fritz wähnt sich zeitlich obenauf
Doch in dem weichem Fell am Bauch
Rammt Blacky alle seine Tatzen
Beginnt gar fürchterlich zu kratzen

Es ist dann eigentlich ziemlich schnell
Schluss und aus das Loveduell
Hoheitsvoll mit stolzer Mine
Empfängt den Sieger die Hermine

Sehr gereizt sind nun die Sinne
Doch dann erfasst auch sie die Minne
Es schmiegt sich schwarz an weißes Fell
Man schnurrt und schmust bald ist es hell

Sie duckt sich nieder hebt den Schwanz
Und es erfolgt ein heißer Tanz
Sechs Nächte voller Sex and Crime
Bevor der Blacky ist allein

Nach weiteren sechs Wochen
Kommt Minchen aus dem Stall gekrochen
Sie ist jetzt wieder schlank und froh
Sieben Kätzchen liegen warm im Stroh

Noch sind die Kleinen taub und blind
Hermine bewacht gut jedes Kind
Sie trinken Muttermilch und schlafen
In des Stalles sich'rem Hafen

Zwei Wochen aber später sind
Ganz aufgeweckt ein jedes Kind
Mit scharfen Augen, hellen Ohren
Weiße Kätzchen, schwarze Mohren

Sie wollen klettern, wollen spielen
Beginn' im Stroh sich rum zusielen
Zwei Monate müssen sie nur warten
Dann geht es raus schon in den Garten

Krallen schärfen und auch springen
Auf Bäume klettern wird gelingen
Mit einer leicht verletzten Maus
Leben sie den ersten Jagdtrieb aus

Die Kater müssen kämpfen lernen
Und werden bald sich schon entfernen
Eine Katze mit' nem halben Jahr
Bereits schon selber Mutter war

So ist die ganze Sache eben
Von Blackys und Hermines Leben
Doch die Moral von der Geschichte
Auch schwarze Kater schreim Gedichte.

by rdd

#18 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 09.02.2011 19:48

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Auch wenn es vom Thema nicht zu den letzten Gedichten passt. Es sind leider die anderen, die weniger wertvollen, "Tugenden" der Menschen die mir momentan zu schaffen machen.

Wächter der Tugend

Blattlos, totes, schwarzes Holz
Auf dürrem Ast die Krähe thront
Federn stumpf, von Blut getränkt
Teilnahmslos der kalte Blick
Über die fette Beute schweift.

Verbrannte Erde, Chaos, Schutt
Zerfetzte Leiber, Glieder, Fleisch
Im Gedärm die Schwestern wühlen
Da blitzt es weiß im fahlen Licht
Ein Auge im verkohlten Schädel.

Federnd vom Ast der fette Vogel
Mit einem „Krah“ sich nun erhebt
Den Leckerbissen sich zu holen
Mit einem Ruck der Sehnerv reißt
Wenn gnadenlos der Schnabel zerrt.

Im vollen Bauch nur Leckerbissen
Schwelend stinken Leichenberge
Die Tafel wird stets reich gedeckt
Profitgier, Neid und Missgunst
Des Menschen ruhelose Triebe.

by rdd

#19 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 23.02.2011 09:38

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hab ich grad zufällig gefunden, von 2009.

Itto Ogami, einst von korrupten Beamten getäuscht, hat seine Ehre verloren. Jetzt zieht der ehemalige Richter mit Söhnchen Daigoro durchs Land um einfachen Menschen Gerechtigkeit zu bringen und für ihre Ehre zu kämpfen. Nur so kann er noch für den geliebten Sohn ein akzeptables Vorbild sein. Bald wird er vom Volk ehrfurchtsvoll und von allen Schurken mit Schrecken „Der Japango“ oder „Der Einsame Wolf mit seinem Kind“ genannt. Nach einem japanischen Spielfilm aus den '70 oder '80 Jahren.

Japango

Da geht ein großer schwerer Mann:
Er trägt einen schwarzen Kimono
Sein Söhnchen ist vergnügt und froh
Er schreitet wie ein Tiger stolz
Sein Kinderwagen ist aus Holz

Haben kein Haus, nur ihre Ehre:
So ziehn sie durch das ganze Land
Vom Volk geliebt und bald bekannt
Die beiden sind ein gutes Team
Nie ohne Söhnchen sieht man ihn

Das Lebensziel bestimmt von Rache:
Scharfes Daisho, reiner Sinn
So ziehn sie unentwegt dahin
Helfen dem Volk oft aus der Not
Viele Schurken sind bald tot

Sie wollen Armen Gutes tun:
Deshalb gefürchtet bald sie sind
Der lonesome Wolf mit seinem Kind
Itto Ogami heißt der Japango
Mit seinem Söhnchen Daigoro

Kein Hindernis kann sie halten:
Ist auch die Fähre voll und schwer
Zieht man den Wagen hinterher
Gegen den Willen nimmt man die Habe fort
Der armen Frau, schmeißt sie von Bord

Es lernt der Sohn vom Samurai:
Das Bündel treibt den Fluss hinab
Daigoro hat' s flink aufgeschnappt
Die Frau weint Tränen voller Glück
Am Steg gibt er es ihr zurück

Immer wachsam auf der Hut:
Im Wirtshaus aus den Schalen rund
Fisch, Reis und Gemüse, isst man gesund
Durch die Wände hört man schluchzen, wimmern
Herr Ogami wird sich schnell drum kümmern

Bereit zu helfen den Gepeinigten:
Die junge Frau in größter Not
Biss ab die Zunge und den Freier tot
Herr Ogami dann mit schlauer List
Täuscht auch den arroganten Polizist

Der Japango spricht Trost:
Die gute Frau will sich verzehren
Not aber gibt das Recht zum Wehren
Und wer zum Wehren selbst zu schwach
Dem sei unsere Hilfe stets angedacht

Kodex der Gerechtigkeit:
Unwürdig ist wer andere bringt in Not
Nicht wer schlägt dann die Peiniger tot
Auch der Rechtlose der alle Regeln verletzt
Befolgt stets und immer das eigene Gesetz

Bereit für andere einzutreten:
Die stolze Banditenchefin hat bezahlt das Geld
Strafe muss sein, auch wenn' s nicht gefällt
Der Japango der das Totentäfelchen sieht
Weiß wie es ist wenn alles Glück entflieht

Bereit auch für andere zu leiden:
Sieben Mal zum großen Schrecken
geht’s Kopf zuerst ins Wasserbecken
Da hilft kein Jammern und verzagen
Man wird ihn dann mit Peitschen schlagen

Die robuste Gesundheit des Wolfs:
Keine Atemluft im Wassertank
Der johlend schaurige Gesang
Aus den Striemen strömt das Blut
Der Wolf hält aus mit stolzem Mut

Bereit zur Buße für Vergangenes:
Einst Herr Ogami in falscher Pflicht
Schlug ab die Hand des armen Wicht
Der Bandencheffin' s eignem Vater
Opfer des korrupten Amtmanntheater

Förderer der Gerechtigkeit:
Ist er durch Trug nun ohne Ehre heute
Kämpft er für Die der einfachen Leute
Kann Daigoro so ein Vorbild sein
Mit Herz und dem Gewissen rein

Stolz und unkäuflicher Mut:
Mit viel Ryos wollen sie ihn kaufen
Beamte die um Vormacht raufen
Als Antwort zieht er nur sein Schwert
Leibwächter sind schnell abgewehrt

Daigoro der Listenreiche:
Ein schneller Krieger mit eitlem Stolz
Prahlt fürchterlich mit seinen Colts
Daigoro planscht wie beim Ertrinken
Da lässt der Mann diese Waffen sinken

Kampferfahrung des Japango:
Müssen der Übermacht entgegen treten
Die Salven feuert aus vielen Musketen
Keine Kugel den Wagen durchdringen kann
Dann feuern sie selbst die Cutling Gun

Unzähmbare Wildheit des Wolfs:
Die Lanzenkämpfer sehr, sehr viel sind
Der Japango wirbelt schneller als der Wind
Sie wollen ihn schlagen, stechen tot
Von ihrem Blut färbt sich die Erde rot

Der gerechte unerbittliche Zorn:
Reiter schwingen Katanas über ihren Köpfen
Der Japango antwortet mit Pulvertöpfen
Einige blieben im Pulverdampf unversehrt
Sie sterben durch des Wolfes Schwert

Bis zum letzten Bösewicht:
Leichenberge und Pfützen von Blut
Selbst verwundet schwindet nicht der Mut
Der Amtmann schießt aus zwei Pistolen
Seine Medizin wird ihn selbst einholen

Der Sieg der Gerechten:
Die Sachen gepackt und Wunden verbunden
Diese Gegend hat wieder Frieden gefunden
Lächelnd mit dem Abenteuern zufrieden sind
Der lonesome Wolf und Daigoro sein Kind
Unentwegt ziehn sie weiter Hand in Hand
Es gibt noch immer Schurken in diesem Land.
by rdd

#20 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 25.08.2011 07:31

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Leichte Verse für zwischendurch. Über eine der vielen charakterlich gut herausgearbeiteten Figuren, mit tragender Rolle, des epischen Computerspiels: „The Witcher 2 – Assassins of Kings“. Sollte jemand Ironie bemerken...nunja, dies ist durchaus beabsichtigt.



Die Zauberin


Tiefschwarz das Haar, es glänzt im Licht
Mit Männern, nein, da will sie nicht
Fiebrig der Glanz in ihren Augen
An ihren Lippen will man saugen
Heiß leuchten Rot auch ihre Wangen
Wegen ihr, hat man sich schon erhangen

Stolz und würdevoll ist auch ihr Blick
Eitel wirft sie den Kopf zurück
Die festen Brüste stramm im Mieder
Manch Barde schrieb ihr Liebeslieder
Hebt sie dann auch noch ihre Stimme
Mann, dir schwinden schier die Sinne

Auch ihre Gesten sprechen Bände
So schlank und zart sind ihre Hände
Diese flinken rot lackierten Finger
Was mag sie tun damit für Dinger
Ertönt aus breitem Mund ihr Lachen
Ein wahrer Feuersturm wird sich entfachen

Ist so gewandt und superschlau
Diese wundervolle Frau
So autonom und voller Stolz
Doch leider auch so spröd wie Holz
Als Mann kannst du ihr nicht vertrauen
Niemals auf ihre Worte bauen



Nur eine Frau darf es ihr machen
Doch hat auch diese nichts zu lachen
Wenn ihre Freundin nicht pariert
Wird ihr sogleich der Po po-liert
Mit der Rute gibt es Hiebe
Ja, das versteht sie unter Liebe

Will ständig alles kontrollieren
Und wird sich dabei selbst anschmieren
Man raubt ihr gar das Augenlicht
Hochmut, nein, der lohnt sich nicht
Nun fragt ihr mich, wer ist die Dame
Philippa Eilhart ist ihr Name


by rdd

#21 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 27.08.2011 08:15

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Die mystisch unerbittliche Todesmelodie meines Avatars.

Der Panter


Streif durch einen dunklen Dschungel
Die Dunkelheit gibt Stärke mir
Fast unsichtbar macht Onyx-Sonne
Wär nicht ein Mond aus Lapislazuli
Tödlich leise meine Sohlen
Der Regen donnert laut auf Moos
So war ein wage blauer Schimmer
Das Letzte was so mancher sah

Kann dieses Land niemals verlassen
Nur zähmen hier mein wildes Herz
Nur Einsamkeit gibt mir die Freiheit
Die alles ist was ich noch brauch
Wütende Rache würde euch fressen
Käme ich aus meinem Wald heraus
Dringst du in diese düstere Wildnis
Wirst Enden du an meinem Stolz


by rdd

#22 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 15.09.2011 01:02

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Eine kleine Gruselmär, die uns mit leichter Ironie daran erinnern soll, das es niemals ratsam ist die Zuneigung für unsere Liebsten auf morgen zu verschieben. Es könnte eventuell zu späht sein...


Der Schwarze Mann

Die Wolken ziehn heut blutig rot
So mancher ahnt, es naht der Tod
Die Sonne weicht, es dunkelt bald
Unheil dräut vom finstren Wald

In seiner Höhle nun erwacht
Wie stets in dunkler Sturmesnacht
Voll von Hass und blinder Gier
Der böse Mann und nicht ein Tier

Am Stein wetzt er sein langes Messer
Hunger plagt den Menschenfresser
Dann schleicht er los mit leisen Sohlen
Ein Kindlein möchte er sich holen

Im Bettchen warm die Anne liegt
Der Regen trommelt ihr ein Lied
Da heult der Wind ganz laut und lange
Ihr kleines Herz schlägt nun ganz bange

Papa hilf, ruft sie, und auch, Mama
Doch ihre Eltern sind nicht da
Zum Kino wollten sie nur gehen
Sich einen Horrorfilm ansehen

Den schwarzen Umhang zieht um sich
Nun kaum zu sehn im trüben Licht
So schleicht er jetzt, oh welch ein Graus
Genau zu Annes Elternhaus

Es ist der böse schwarze Mann
Den jedes Kind nur fürchten kann
Im Sturm hört man sein irres Lachen
Was wird er alles mit ihr machen

Anne ahnt, dies wird nicht gut
So schwindet ihr der letzte Mut
Sie ist ganz nass vom Schweiß verklebt
Ihr Herz rast das die Decke bebt

Da knarrt sie schon, die Treppenstufe
Doch Angst erstickt die Hilferufe
Die Tür geht auf zum Kinderzimmer
Vom Bettchen tönt ein leis Gewimmer

Was hat denn unser kleiner Hase
Der Papa putzt ihr ab die Nase
Mama kommt mit warmem Tee
Was tut denn unserem Mäuschen weh

Papa wiegt sie noch kurz im Arm
Legt sie zurück ins Bettchen warm
Von Mami gibt es dann ein Kuss
Weil die Anne aber schlafen muss

Bitte nehmt mich doch mit zu euch
Dem Kind werden die Augen feucht
Am Fenster schwarz so wie die Dohlen
Der Mann will mich ganz sicher hohlen

Es gibt sie nicht die Nachtgespenster
Annes Blick schweift bang zum Fenster
Du bist doch schon ein großes Kind
Sagt dann die Mutter ganz bestimmt

Ist nur der Regen und der Wind
Das weißt du doch, du kluges Kind
Morgen früh du wirst schon sehen
Die Mami muss jetzt schlafen gehen

Um Anne mache ich mir Sorgen
Wir sollten drüber reden morgen
Spricht Mama dann zu ihrem Mann
Und schmiegt sich bei ihm ganz dicht an

Der Papa spricht, wir machens so
Zart streicht er über Mamas Po
Sie schlingt um ihn die langen Beine
Nur Anne, die liegt ganz alleine

Vorbei die rabenschwarze Nacht
Am Morgen schon die Sonne lacht
Zum Frühstück alle, aber schnell
Na los, es ist schon lange hell

Doch Mama ruft so viel sie will
In Annes Zimmer bleibt es still
Papa brummt, so kanns nicht gehen
Wir sollten dort einmal nachsehen

Schon tritt er ein, was ist hier los
Sogleich erstarrt er fassungslos
Die Mutter hastet hinterher
Doch Annes Zimmer, das ist leer

Die Fensterscheiben sind zerbrochen
Ist da vielleicht was rein gekrochen
Vor Angst die Eltern leichenblass
Unterm Bett, war da nicht was...

by rdd

#23 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 27.09.2011 16:38

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hab mir mal 20min. meiner muse genommen und aus den letzten 4 begriffen unseres Assoziationsspiels: Schicksal + unerbittlich + Wille + Solz, ein paar verse gebastelt. keine weltbewgenden weisheiten...aba gibts die überhaupt?guckste hier:

Verse über den eisernen Willen, geboren aus selbstbewusstem Stolz, den man in unerbittlichen Situationen, die manche auch Schicksal nennen, niemals verlieren sollte.

Im Loch


Um mich, steile Wände
Glatter unangreifbarer Basalt
Unterbrochen von scharfzackigen Segmenten
Unüberwindbar
Unbesteigbar
Nur noch von fern
Ein Hauch von Sonnenlicht
Wechselnd mit dem Schimmer des Mondes

Es ging, recht schnell
Und war nicht besonders schwer
Bis auf den ausweglosen Grund zu sinken
Aalglatt
Babyleicht
Steter Druck von oben
Sich selbst multiplizierende Fehler
Machen solch Talfahrten zur Einbahnstraße

Was kam, war Grimm
Ein Labsal für den Schneid
Ultimatives Kraftfutter für Herz und Seele
Unbeugsam
Unerbittlich
Dröhnt trotziges Lachen
Schallt von aalglatten Basaltwänden
Zerbricht nicht an scharfzackigen Segmenten

by rdd

#24 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 26.10.2011 22:45

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Unsterblich wie Poseidon, schreitet der Meermann durch die Zeiten und Wasser des Blauen Planeten. Viele Spezies und auch Kulturen sah er, von seiner auf die Ozeane und Meere begrenzten Sicht, kommen und gehen...

Meermann - Report


Ich schreite durch alle Wasser
Tiefe Gräben und riesige Weiten
Meerengen und reißende Ströme
Tobende Stürme, Vulkanausbrüche,
Gewaltige Beben, begegnen mir

Sah; riesige Echsen jagen
Den Ozean verlassen
Und manchmal zurückkehren
Bizarre Wesen der Tiefsee
Endlose Schwärme im Licht

Kürzlich; mir ähnliche Wesen
Nur, nicht geschaffen für Wasser
Zaghaft zunächst, auf Jagd
Nach kleinen und großen Fischen
Dann auch, den Säugern der Meere

Hölzerne Rümpfe auf der Oberfläche
Später Stählerne, kleine und große
Tauchglocken, die rasch größer,
U-Boote, die schneller wurden
Maschinen fraßen sich in den Grund

Schmutzige Küsten, trübes Wasser
Ölteppiche, Müll und Wracks
Verendete Tiere und Pflanzen
Schwärme des Lichts, die nun,
Nicht endlos mehr waren

Dann gar, kochendes Wasser
Explosionen erschüttern den Grund
Kontinente driften durch Wüsten
Überall Fäulnis und Stille
Tote Organismen vergehen im Dunkel...

Bizarre Wesen aus tiefen Gräben
Streben zu neu geborenem Licht
Riesige Echsen verlassen das Wasser
Um Manchmal zurückzukehren
Neue Schwärme unter rauschenden Wogen

by rdd

#25 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 07.11.2011 00:10

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°

Ulfhednar


Furchtlose Guerillas der dunklen Wälder
Vertraute der Berge, Seen und Felder
Krieger mit Wolfes Kraft und Wut
Wo ihr auftaucht sinkt der Feinde Mut.

Ihr trinkt den Met mit Bilsenkraut
Den weihevoll der Druide braut
Fürchtet weder Schmerz noch Pein
Odin selbst wird euer Begleiter sein.

Braucht weder Helm noch Kettenhemd
Euer stolzer Mut keine Schmerzen kennt
Fallt wütend ihr in die Kohorten ein
Kein Römer mag mehr in Germania sein.

Eure Äxte längst rot vom Römerblut
Kein Feind entkommt der Wolfeswut
Werft ihr den Ger über Feindesreihen
Werdet Alles ihr den Asen weihen.

Es ging euch nicht um goldenen Tand
Kein Römer sich als Gefangener fand
Zerbrochen die Waffen, zertreten Standarten
Kein Feind darf von euch Gnade erwarten.

Fallt ihr dann durch feiger Christen List
Ganz Valhalla mit euch zufrieden ist
Werdet unter den Helden die Besten sein
Freya selbst schenkt euch das Methorn ein.

by rdd


Blind Guardian - Valhalla - geht ab - Klick

#26 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 09.11.2011 11:13

avatar

°

Stormriders


Gepeitscht vom Wind und Regen.
Schatten nur im Licht der Blitze.
Voll Mut dem Untergang entgegen.
Durch Schnee und allergrößte Hitze,
Stormriders ziehn zur Schlacht.

Sie brechen durch die Gegnerreihen,
Wie Sturmbö' n durch den Wald.
Keine Macht kann sie entzweien
Vernichtet ihre Feinde bald.
Stormriders in der Schlacht.

Sie reiten auf der Winde Flügel.
Ihre Schläge wie der Hagel sind.
Ringsherum erteiln sie Prügel.
Mit Hieben schneller als der Wind.
Stormriders in der Schlacht.

Haar und Bart zerzaust von Wind.
Die Axt vom Blut der Feinde rot.
Gefürchtet bis zum jüngsten Kind.
Wo sie hin reiten lacht der Tod.
Stormriders in der Schlacht.



Wenn sie dann selber einmal fallen
Und reiten nach Valhalla ein.
Hört man ihr dröhnend Lachen schallen.
Wodan wird zufrieden sein.
Stormriders nach der Schlacht.

by rdd


ICED EARTH - STORMRIDER - klick

#27 RE: Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 20.11.2011 21:30

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°

Schwarzer Vollmond

Scharf blitzt weiß der spitze Zahn
Im silbrig fahlem Himmelslicht
Der Brustkorb pumpt – AUFRUHR.

Hecheln, hecheln irre Hast
Ranken reißen unbemerkt
Geruch nach Blut den Geist bestimmt.

Flüchtige Beute stockt.........
Strauchelt am gestürzten Baum.

Tief dringt ein der scharfe Zahn
In weiches zartes Fleisch.
Die Kehle füllt sich warm und SÜSS.

Wroahrrrrrrh

Glasig Rehaug sucht Silbermond
Der blutig rot dann schwarz sich färbt.

by Razzledazzleduke


#28 Selbstgeschriebene Lyrik: Rap oder andere Songtexte, Gedichte, Balladen etc. von razzledazzleduke 13.12.2011 15:54

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Ein weiteres ironisches Werwolf-Gedicht. Was ich allerdings ebenfalls bereits vor Jahren geschrieben hatte...

Einsamkeit

Die Spinn im Fenster Netze strickt
Sehr langsam nur die Zeit vertickt
Zäh rinnt im Glas der Stundensand
Der Blick fällt auf die leere Hand
Wo ist dein silbrig helles Lachen?
Wo deiner Augen feurig Blick?
Würd gern was ungeschehen machen
Und drehen auch die Zeit zurück
Hab keine Freud an Trank und Essen
Der Freunde Namen gar vergessen
Dein Namen flüstern stet die Wände
Öd und leer ist sonst mein Sinn
Verzweifelt ring ich mir die Hände
Oh Liebling warum gingst du hin
Vorbei ziehen lange Tage, Wochen
Regen, Nebel und Sonnenschein
Warum nur hab ich dies verbrochen
Wie gerne wär ich wieder dein
Bis das der Vollmond aufgebrochen
Vergeht die Zeit mit Schmerz und Pein
Liebste, ich kann dich nie vergessen
Warum nur hab ich dich gefressen?
Warum muss ich ein Werwolf sein?


Ahuuuuu – ich heule meine Sehnsucht
zum runden Silbermond hinauf
Es wachsen Muskeln, Sehnen, Bänder
und dann beginnt ein irrer Lauf
Dann stürz ich wütend in die Wälder
für ein paar Stunden königlich
Im Morgengraun erst kommt die Einsicht
Oh Liebste – Nein es lohnt sich nich?!!

by rdd

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