#1 Test: DmC Devil May Cry (PS3) von Jay-Pi33 04.02.2013 11:44

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DmC Devil May Cry

System: PlayStation 3, Xbox360 & PC
Genre: Action-Adventure/ Hack 'n' Slay
Veröffentlichungstermin: 15. Januar 2013
Publisher: Capcom
Entwickler: Ninja Theory
USK: Ab 16 Jahren
Anzahl der Spieler: 1
Spieldauer: 10 - 12 Stunden je nach Schwierigkeitsgrad

Capcom veröffentlicht kurz nach Release des Spiels den kostenlosen "Bloody Palace Modus" zum Download und liefert damit über 100 Bonus-Levels mit tödlichen Angriffswellen und verschiedenen Bossgegner. Die Spieler können sich dann in weltweiten Ranglisten miteinander messen.

DmC - Ein neuer Anfang
Als bekannt wurde, dass das britische Entwicklerstudio Ninja Theory an einem Reboot der Kultreihe Devil May Cry arbeitet, welches die Geschichte des legendären Demonenjägers Dante neu erzählen soll, waren viele der alten Fans verägert. Besonders das neue jugendlichere Erscheinungsbild des Protagonisten hat viele Spieler der alten Teile abgeschreckt und für zahlreiche Ent­rüs­tungs­stürme gesorgt. Auch die Klarstellung, dass es sich um eine alternative Version von Dante handelt, welche nichts mit der ursprünglichen Version zu tun, konnte die Spieler nicht beruhigen. Dieser Test soll nun klären, ob dieses Entsetzen gerechtfertig ist oder es sich bei dem neuen Titel doch um einen würdigen Vertreter der Serie handelt.

Obwohl das Entwicklerteam die Ursprungsgeschichte Dantes neu erzählt, bleibt DmC Devil May Cry dem actionlastigen Gameplay der Serie definitiv treu und wartet mit einem gewohnt flüssigem Kampfsystem mit zahlreichen stylischen Kombovariationen auf. Der selbstbewusste Protagonist, der diese Serie definiert hat, ist immer noch der altbekannte Sprücheklopfer und wirkt durch seine hier dargestellte jugendliche Naivität stellenweise sogar noch weitaus cooler und schlagkräftiger als seine alte Variante.

Seit seiner Kindheit ist Dante die Existenz von Dämonen bekannt. Ständig quälen sie ihn und reißen in aus seiner gewohnten Umgebung heraus, um ihn in den Limbus, einer von Dämonen bevölkerten Parallelwelt, zu ziehen und zu vernichten. Allerdings ist aus unerklärlichen Gründen auch Dante kein normaler Mensch und so gelingt es ihm mithilfe seines Schwertes Rebellion und den halbautomatischen Pistolen Ebony & Ivory zahlreiche Dämonen zu töten und immer wieder dem Limbus zu entfliehen. Als er eines Morgens wieder einmal von einem starken Dämon in den Limbus gezerrt wird, begegnet er dort dem Medium Kat, welche ihn darum bitte sie zum Anführer der Anti-Establishment-Gruppe „The Order“ zu begleiten. Dieser stellt sich überraschenderweise als sein Zwillingsbruder Vergil herraus und Dante erfährt endlich, wer er in Wirklichkeit ist - der Sohn des legendären Dämonenkriegers Sparda.

Sparda beging einen hohen Verrat an seinesgleichen, als er sich in den Engel Eva verliebte und mit ihr Kinder bekam. Dass dieses Vergehen nicht lange ungestraft bleibt, war ihm von Anfang an klar und so gelang es ihm seine Kinder zu verstecken, bevor der Dämonenanführer Mundus seine Frau tötete und ihn mit ewigen Qualen bestrafte. Weil ein Nephilim, das Kind eines Dämons und einem Engel, das einzige Wesen ist, welches einen Dämonenlord besiegen kann, ist Mundus seit diesem Tag auf der Suche nach dem Spross Spardas. Und so zieht Dante mit Hilfe des Ordens und seinen immer stärker werdenden Kräften Richtung Dämonen-Hauptquartier, um den ewigen Dämonenattacken ein Ende zu setzen. Auch wenn diese Reise mit zahlreichen tödlichen Fallen und Gegnern gespickt ist, haben die beiden ungleichen Brüder doch einen entscheidenden Vorteil - Mundus weiß nur von Dantes Existenz...



Cool, cooler, Dante
DmC wartet mit dem für die Serie typischen Hack 'n' Slay-Gameplay auf. Der Spieler gelangt an einen Ort, welcher sich durch dämonische Versiegelungen in eine Arena verwandelt und ihn mit verschiedenen Gegnern konfrontiert. Erst wenn der letzte Gegner besiegt ist, brechen die magischen Siegel und der Spieler kann weiterziehen. Das Kampfsystem basiert auf blitzschneller Kombination aus Schuss- und Nahkampfwaffen, je abwechlungsreicher diese Kombinationen ausfallen desto mehr wird der Spieler mit Erfahrungskugeln belohnt, welche er an den heiligen Statuen gegen neue Fähigkeiten eintauschen kann. Einige der Gegner fliegen, wiederum andere können nur von einer bestimmten Waffengattung oder durch bestimmte Schwachstellen besiegt werden. So gesellt sich auch immer wieder eine Prise Taktik in das Kampfgeschehen.

Im Laufe des Spielgeschehens erhält Dante aber nicht nur neue Waffen, sondern auch den sogenannten Engelsschub, den Dämonenanker und den Engelsschwung. Diese werden neben ihren ebenfalls nützlichen Einsätzen im Kampf, besonders für die zwischen den Kampsequenzen auftauchenden Geschicklichkeitspassagen benötigt. So kann der Spieler mit dem Dämonenanker nicht nur Gegner an sich herran ziehen und ihnen ihre Schilder entreißen, sondern neue Wege schaffen, in dem er Plattformen oder andere Dinge mit dem Anker heranzieht. Der Engelsschwung stellt den Gegensatz dazu da und zieht nicht das gegriffene Objekt oder den Gegner an Dante sondern Dante an diese herran. Somit kann sich Dante mit Kombination des Engelsschubs über weite Abgründe hinwegbewegen. In den späteren Leveln steigt natürlich der Schwierigkeitsgrad dieser Passagen und der Spieler kommt nur noch durch die exakte Aneinanderreihung dieser Fähigkeiten ins Ziel.

Während der Spieler durch die sehr abwechslungsreichen Level (unter anderem ein sehr spaktakulärer Discobesuch, welcher zu meinen absoluten Lieblingsleveln zählt) zieht, findet er immer wieder verschiedene Schlüssel, mit denen man die Türen für geheime Herrausforderungen öffnen kann. In diesen muss man vorgegebene Herrausforderungen erfüllen, um Gesundheitskreuz- und Dämonentriebkreuz-Bruchstücke zu verdienen. Habt ihr eine bestimmte Anzahl gesammelt, fügen sich diese Bruchstücke zusammen und erweitern deine Gesundheits- oder Dämonentriebleiste. Alternativ könnt ihr diese Erweiterungen auch mit Hilfe von roten Kugeln, welche ihr unter anderem durch das Retten verlorener Seelen oder das Töten von den immer wieder im Level auftauchenden Spinnen sammelt, an den heiligen Statuen kaufen. Auch andere Gegenstände, welche euch Lebensenergie spenden oder euch sogar vor einem Tod bewahren sind dort erhältlich. Doch aufgepasst! Jeder benutzte Gegenstand senkt eure Wertung am Ende eines Levels und kostet somit einige Erfahrungspunkte. Ein echter Dämonenkiller ist halt nicht auf die Hilfe solcher Dinge angewiesen...


Ein erfolgreicher Neustart
DmC Devil May Cry bringt das Zockerherz zum Strahlen! Während der ganzen Spielzeit über, die mit 10-12 Stunden je nach Schwierigkeitsgrad und Können der Spieler zwar etwas zu kurz geraten ist, wurde ich bestens unterhalten und blickte stets mit einem breiten Grinsen auf den Fernseher, während ich zahlreiche verdammt cool aussehende Kombos aneinander reihte und Dämonenhorden schnetzelte. Das Grafikniveau ist hoch, das Gameplay ist rasant, stets flüssig und wartet zwischen den Kämpfen mit einigen Geschicklichkeitspassagen auf, welche dem Spieler somit eine perfekte Balance aus Adrenalinschüben und Ruhephasen liefern. Dabei vergeht kaum eine Minute ohne dass Dante mit einem derben Spruch oder seinem Handeln in einer der vielen Videosequenzen beweist, dass er definitiv zu den coolsten Charakteren der Videospielgeschichte gehört.

Begleitet wird der Spieler durch die abwechslungsreichen Level von einem perfekt zum Spiel passendem Soundtrack des niederländischen Drum’n'Bass-Trios Noisia und den harten Klängen der Aggrotech-Metal Band Combichrist aus Norwegen. Eigentlich hätte Ninja Theory es gar nicht besser machen können. Mit diesem Entwicklerteam für den Reboot ist Capcom einen echter Glückgriff gelungen. Lediglich die etwas kurze Spielzeit und wenig freischaltbare Dinge sorgen bei mir für Punktabzug. Ich hätte mir einfach noch spektakulärere Belohnungen gewünscht, dafür dass man die Level wiederholt, um wirklich jede verlorene Seele oder Geheimtür zu finden.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten!

Dieser Artikel wurde von J.P. geschrieben

#2 RE: Test: DmC Devil May Cry (PS3) von Shooter 06.06.2013 14:14

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Schöner Test! Am kommenden We gehts looooos!

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